Entdeckungsreise in die Römervilla von Goeblingen-„Miecher“, Römervilla von Goeblingen-„Miecher“, Goeblange

Entdeckungsreise in die Römervilla von Goeblingen-„Miecher“, Römervilla von Goeblingen-„Miecher“, Goeblange samedi 13 juin 2026.
Entdeckungsreise in die Römervilla von Goeblingen-„Miecher“ Samedi 13 juin, 14h00 Römervilla von Goeblingen-„Miecher“ Canton Capellen
Dates et horaires de début et de fin (année – mois – jour – heure) :
Début : 2026-06-13T14:00:00+02:00 – 2026-06-13T15:30:00+02:00
Fin : 2026-06-13T14:00:00+02:00 – 2026-06-13T15:30:00+02:00
Im Rahmen der „Europäësch Archeologiedeeg 2026“ laden die „d’Georges Kayser Altertumsfuerscher“ (GKA) am Samstag 13. Juni 2026 zu einer besonderen Entdeckungsreise in die Römervilla von Goeblingen-„Miecher“ ein.
Während der Führung durch die eindrucksvollen Überreste dieses großen römischen Landguts erfahren Besucherinnen und Besucher, wie hier vor fast 2.000 Jahren gelebt und gearbeitet wurde. Die Villa von Goeblingen gehörte zu den bedeutenden Gutshöfen der Region und entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte zu einer weitläufigen Anlage mit Wohngebäuden, Badeanlagen und einem großen Wirtschaftsbereich, verteilt auf etwa 7 Hektar. Während der Germaneneinfälle im späten 3. Jahrhundert wurde sie zu einer befestigten Anlage ausgebaut und diente zeitweise auch der Grundversorgung der umliegenden Landbevölkerung mit Lebensmitteln.
Im Rahmen der Besichtigung wird auch die spannende Entdeckungsgeschichte beleuchtet: Seit den ersten Ausgrabungen im Jahr 1964 wurden Schritt für Schritt Mauern, Räume und zahlreiche Fundstücke freigelegt, die das Leben auf dem Land in der römischen Zeit greifbar machen. Eine Auswahl dieser Fundobjekte wird während der Führung vor Ort präsentiert.
Die Führung verbindet Archäologie, Geschichte und aktuelle Forschung – und zeigt, wie aus wenigen Spuren im Boden ein faszinierendes Bild der Vergangenheit entsteht. Kommen Sie am 13. Juni vorbei und entdecken Sie die Geschichte der Villa von Goeblingen-„Miecher“.
Treffpunkt: Parking am CR189
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Sprache: luxemburgisch
Anmeldung: yves.lahur@gka.lu (nicht zwingend erforderlich)
Führung: kostenlos
Römervilla von Goeblingen-„Miecher“ goeblange Goeblange 8357 Canton Capellen https://www.gka.lu/index.html [{« link »: « mailto:yves.lahur@gka.lu »}] Der „Miecher“ ist schon lange Zeit bewohnt. Steinäxte, Silexwerkzeuge und -waffen lassen auf eine urgeschichtliche Besiedlung schließen. Regelrechte Siedlungsspuren reichen zurück bis in die späte Bronzezeit, die Urnenfelderzeit, wie sich anhand eines einzelnen Grabes und einzelner Pfostenstellungen beweisen lässt. Keramikscherben aus dergleichen Epoche sowie der darauffolgenden Hallstattzeit zeugen vom Übergang in die jüngere Eisenzeit (La-Tène-Zeit). Die Pfostengruben etlicher hölzerner Vorgängerbauten als auch die aus dieser Zeit stammenden Wallstrukturen der Viereckschanze lassen den Schluss zu, dass an dieser Stelle im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. eine bedeutende keltische Anlage stand. Es ist anzunehmen, dass die reichen Adelsgräber von Goeblingen-Nospelt zu dieser gehörten.
Während der gallorömischen Periode gehörte die villa von Goeblingen-„Miecher“ mit etwa 7,5 ha Hoffläche zu den größeren landwirtschaftlichen Gutshöfen im heutigen Luxemburg. Wirtschaftliche Grundlage des Betriebes waren die umliegenden fruchtbaren Ländereien. Ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. entstanden hier die ersten gallorömischen Steinbauten. Zu ihrer Blütezeit im 3. und 4. Jahrhundert zählte die mittlerweile zur längsaxialen Domaine umgebaute Anlage mindestens 13 Gebäude. Neben einem prunkvollen Herrenhaus, einem älteren Herrenhaus mit Bäderanlage, einem weiteren Wohngebäude, einem Grabmonument und einem Heiligtum verfügte der Komplex über zahlreiche Nebengebäude.
Im späten 3. Jahrhundert wurde das Hauptwohngebäude zu einem regelrechten Bollwerk gegen die Germanenüberfälle umgebaut. Einen neuerlichen Aufschwung erfuhr die villa im 4. Jahrhundert, bis sie in den Wirren der Völkerwanderung im ausgehenden 4. Jahrhundert, bzw. im beginnenden 5. Jahrhundert, aufgegeben wurde, danach langsam verfiel und dann 1964 wiederentdeckt wurde.
Die Anordnung der Gebäude der villa ist umso erstaunlicher, da sie gleichermaßen Merkmale eines Streuhofes und einer Axialhofvilla aufweist – eine bisher einzigartige Mischform. Treffpunkt: Parking am CR189
Waldweg
Journées européennes de l’archéologie
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